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  Eivind Aarset
"Electronique Noir"
1998 Emarcy Rec (Universal)

www.jazzlandrec.com
             
 

Die Norweger und ihre Jazzer. Man kennt sich, man stand sowieso irgendwann einmal mit jedem im Studio und haelt absolut nichts von Schubladen, denn IKEA kommt naemlich aus Schweden.

Einer von ihnen ist der Gitarrist Eivind Aarset, begnadeter Studiomusiker, der schon in den Diensten von allerlei Groessen des Genres stand. Und Aarset kennen wir schon vom musikalischen Derwisch Nils Petter Molvaer. Seine Gitarre spielt er klassisch und gezaehmt im Studio, Spass hat er lieber in den vielen kleinen dunklen Clubs, wo er zwar wieder an der Klampfe zupft, aber alles elektronisch derartig verfremdet, das man beim Zuhoeren nicht im Leben darauf kommt, das hier eine Gitarre am Werke ist. Die Musik kann man umschreiben als digitalen Industrial Noise, kommt aber nicht umhin, Ambient, Drum'n'Bass und TripHop zu finden.

Bei Aarset erkennt man den kreativen Freigeist: er laesst sich von vielen Genres beeinflussen und in keine Schubladen einsperren: "Meine eigenen Stücke sind eigentlich digitalisierte Improvisationen, die ich nachträglich am Computer neu ordne. Ob das nun Jazz ist oder nicht, ist für mich nicht relevant."

Respekt!

 




 
         
 azabor   02.2004